Google ist nicht der Feind

Jeff Jarvis predigt die Ökonomie des Links. Zurecht, wie ich finde. Beim Printgipfel der Medientage München hielt er via Skype die Keynote. Die zentrale Aussage seines Vortrages kommt in Minute vier: “On the Internet, content with no links has no value. It gains value as it gains links.” Außerdem predigt er kollaborativen Journalismus, der so wunderbar funktionieren kann, wenn sich Journalisten nur mal trauen würden, so zu arbeiten.

Wir Journalisten sollten als Unternehmer denken und verstehen, dass die Zukunft nicht im Print liegt, sondern online. Es gehe ihm nicht darum, Print sterben zu sehen, sagt Jarvis. Aber wir sollten endlich die Veränderungen verstehen, die das Internet und moderne Technologien mit sich bringen. Und natürlich bringt Jarvis wieder das Bild des Kanarienvogels in der Kohlenmine, das er auch in meinem Video-Interview anführte.

Die 25 Minuten lohnen sich. Allerdings werden eh nur wieder die Journalisten das Video schauen und zustimmen, die schon seit Monaten und Jahren zuschauen und zustimmend nicken. Leider wird das Video die Chefredakteure und Entscheider in den Verlagen, die diesen Vortrag dringend hören sollten, wieder nicht erreichen. Womit leider geklärt sein dürfte, wie es weitergehen wird mit Onlinejournalismus in Deutschland: ssdd.

Ein Kommentar

  1. Na, aber wird das denn bei der guten alten HAZ und bei Madsack gehoert? Oder wird da etwa auch noch das alte Modell verteidigt? ;-)

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