Pünktlich um 20 Uhr ertönt das altbekannte Lied “Musik ist Trumpf”. Das konnte man als Warnung verstehen – die Fans des Retortenschlagersängers Dieter Thomas Kuhn dagegen verstehen es als Startschuss. 5000 Menschen haben sich trotz 15 Grad und Dauerregen zur Gilde-Parkbühne aufgemacht, um für zwei Stunden in das Schalalaland von Kuhn und seiner Kapelle zu fliehen.
Die größte und inhaltsreichste Karte des Mittelalters, die Ebstorfer Weltkarte, war im Durchmesser rund dreieinhalb Meter groß und bestand aus 30 zusammengenähten Pergamentblättern. Experten vermuten, dass die Karte, die 1943 bei einem Luftangriff auf Hannover vernichtet wurde, um 1300 im Benediktinerinnenkloster Ebstorf in der Lüneburger Heide gefertigt wurde.
Sich auf der Karte zu orientieren fällt zuerst schwer. Denn die Karte war anders als moderne Karten nicht nach Norden ausgerichtet, sondern nach Osten, was auf mittelalterlichen Weltkarten durchaus üblich war. Schließlich glaubte man, das Heil würde von Osten kommen. Zudem ist die Karte mit einer Christusdarstellung verziert. Das Haupt Christi liegt im Osten, die Hände im Norden und Süden, die Füße im Westen.
Veröffentlicht
am 10. August 2010,
von Dirk Kirchberg,
in der Kategorie Gesellschaft, HAZ, Medien.
Der Autor und Schriftsteller Christopher Hitchens wurde kürzlich in einen äußerst exklusiven Klub aufgenommen. Wie schon Ernest Hemingway, Mark Twain und Alfred Nobel kam er bereits zu Lebzeiten in den Genuss, seinen eigenen Nachruf lesen zu können. “Wenn man über sich in der Vergangenheit liest, schärft das die Sinne ungemein”, sagte der überzeugte Atheist im Interview mit CNN (Teil 1, Teil 2)
Veröffentlicht
am 2. August 2010,
von Dirk Kirchberg,
in der Kategorie HAZ, Hannover, Internet, Medien.
Die christlichen Kirchen in Deutschland haben ein Problem – jedes Jahr treten Hunderttausende Gläubige aus. 2008 waren es knapp 170.000 Protestanten und mehr als 120.000 Katholiken. Das Web 2.0, das sogenannte Mitmachweb, scheint daher für viele Geistliche ein vielversprechender Weg zu sein, mit den Menschen wieder ins Gespräch zu kommen.
Als der niedersächsische Landtag Anfang Juni beschloss, in zwei Stufen die eigenen Diäten um insgesamt sieben Prozent zu erhöhen, war Nicole Wolf entsetzt. Während der Bund Einsparungen in Milliardenhöhe anpeile und alle Bürger den Gürtel enger schnallen müssten, verordneten sich die niedersächsischen Abgeordneten ein sattes Plus. “Ich kenne niemanden, der für diese Erhöhung ist”, sagt die 30-jährige Gifhornerin, “außer natürlich die Abgeordneten selbst.”
Um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, gestaltete Wolf eine Webseite, über die sie Unterschriften gegen die Diätenerhöhung sammelt. 4000 Bürger haben bereits gegen den Beschluss der Landespolitiker gestimmt. “Es kann doch nicht sein, dass sich eine Minderheit wie im Selbstbedienungsladen benimmt”, findet Wolf, die als Leiterin im Controlling eines Automobilzulieferers tätig ist.
Veröffentlicht
am 18. Juni 2010,
von Dirk Kirchberg,
in der Kategorie Allgemein.
Auf dem Lumix Fotofestival in Hannover sind nicht nur 1400 Fotos von 60 Fotografen aus aller Welt zu sehen, sondern auch 21 Multimedia-Produktionen, also Geschichten, die aus Fotos, Videos, aufgenommenen O-Tönen und Animationen bestehen. Ein neue Ausdrucksform scheint sich ihren Weg zu bahnen. Aber was kann Multimedia, wie funktioniert diese neue Form der Reportage – und wer bezahlt dafür?
Dieses Video zeigt einige der Apps, die ich mir heute Abend installieren werde – sobald ich mein iPad selbst bei UPS abgeholt haben werde, weil die Herrschaften es nicht schaffen, eine bestimmte Lieferzeit zuzusagen…
Bereits am ersten Tag des 2. Lumix Fotofestivals in Hannover haben 800 Besucher den Weg auf die Expo Plaza gefunden, um sich die zahlreichen Ausstellungen und die ersten beiden Vorträge von international arbeitenden Fotografen zu erleben.
Dirk Kirchberg (dkb), Jahrgang 1974, hat Anglistik, Germanistik sowie
Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Journalistische Fotografie studiert. Mit Fotoessays ist er in zwei Gemeinschaftsbüchern vertreten ("Europameister" und "fernanderswo").
Seit 1999 haben ihn HAZ-Leser in unterschiedlichen Rollen kennengelernt: als Fotograf, als Schreiber und zuletzt in der Online-Redaktion unter anderem als Videojournalist. Neuerdings ist er HAZ-Volontär und verweist gern darauf, dass er 2006 vom Magazin “Time” zur “Person des Jahres” gewählt wurde – wie übrigens alle Nutzer des Web 2.0.